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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
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über den Ursprung der Sprache. 61

heit wurden aus diesem Gefühl in so vielen Spra-chen die Artikel. Da wurde alles menschlich zuWeib und Mann personisicirt: überall Götter,Göttinnen, handelnde, bösartige oder gute Wesen;der brausende Sturm, und der süße Zephyr, dieklare Wasserquelle und der mächtige Lccan ihreganze Mythologie liegt in den Fundgruben, denVerdis und ldloininibus der alten Sprachen, unddas älteste Wörterbuch war so ein tönendes Pan-theon, ein Versammlungssaal beider Geschlechter,als den Sinnen des' ersten Erfinders die -Naturwar. In diesem Betracht ist die Sprache jener al-ten Wilden ein Studium in den Jrrgangcn mensch-licher Fantasie und Leidenschaften, wie ihre My-°thologie. Jede Familie von Wörtern ist «in ver-wachsenes Gebüsch rings um eine sinnliche Haupt-Idee, wie um eine heilige Eiche, auf der nochSpuren sind, welchen Eindruck der Erfinder vonihrer Dryade hatte. Die Gefühle sind zusammengewebt: ,,was sich beweget, lebt: was da tönet,

spricht und da es für oder wider dich tönt, soists Freund, oder Feind: Gott oder Göttin; eshandelt aus Leidenschaften, wie du!"

Ein menschliches, sinnliches Geschöpf liebeich über diese Denkart: ich sehe überall den schwa-

chen , schüchternen Empfindsamen, der lieben, oderhassen, trauen oder fürchten muß, und diese Em-pfindungen aus seiner Brust über alle Wesen aus-breiten möchte. Ich sehe überall das schwache unddoch mächtige Geschöpf, das das ganze Weltallnöthig hat, und alles mit sich in Krieg und Frie-den verwickelt; das von allem abhängt, und doch