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I. Pr eis sehr ist
und gesund entwickelt, eine Karte vom Gange deSmenschlichen Geistes, eine Geschichte seiner Entwick-lung, und ein ganzes solches Wörterbuch die vor-trefflichste Probe von der Erfindungskunst dermenschlichen Seele. Ob aber auch von der Sprach-und Lehr-Methode Gottes? ich zweifle.
Indem die ganze Natur tönt: so ist einemsinnlichen Menschen nichts natürlicher, als daß erdenkt, sie lebe, sie spreche, sie handle-Jener Wilde sah den hohen Baum mit seinem prachztigcn Gipfel und bewunderte ihn; der Gipfel rausch-te: das, sprach er, ist webende Gottheit! er fielnieder und betete an. Sehet da die Geschichte dessinnlichen Menschen, das dunkle Band, wie ausden Verdis Nomina werden, und zugleichden leichtesten Schritt zur Abstraktion.Bei den Wilden von Nord-Amerika z. V. ist nochalles belebt: jede Sache hat ihren Genius, ihrenGeist; und daß es bei Griechen und Morgenlanderneben so gewesen, davon zeugt ihr ältestes Wörter-buch, ihre älteste Grammatik. Sie sind, wie esdie ganze Natur dem Erfinder war, ein Pantheon,ein Reich belebter, handelnder Wesen.
Indem der Mensch aber alles^auf sich bezog.indem alles mit ihm zu sprechen schien, und wirk-lich für oder gegen ihn handelte: indem er also anihm oder dagegen Theil nahm, es liebte oder haß-te, und sich alles menschlich vorstellte; so drücktensich alle diese Spuren der Menschlichkeit natürlichauch in die ersten Namen. Auch sie sprachen Lie-be oder Haß, Fluch oder Segen, Theil-nehmung oder Widrigkeit, und insonder-.