über den UrspruNg der Sprache. öA
Niger, als diese tönenden Handlungen? Und wasist also die ganze Bauart der Sprache anders, alseine Entwickelungsweise seines Geistes, eine Ge-schichte seiner Entdeckungen? Der göttliche Ursprungder Sprache erklärt nichts, und laßt nichts aus sicherklären; er,ist, wie Bako von einer andern Sa-che sagt, eine heilige Vestalin, Gott geweidet, aberunfruchtbar, fromm, aber zu nichts nütze! Dermenschliche Ursprung erkläret alles und also sehrVieles.
Das erste Wörterbuch war aus den Lautender Welt gesammelt. Von jedem tönenden Wesenklang sein Name, die menschliche Seele prägte ,hrBild darauf, dachte sie als Merkzeichen; wie nunanders, als daß diese tönenden Jnterjectionen dieersten Machtworte der Sprache würden? Und so sindz. B. die morgenlandischen Sprachen voll Vsrbaals Grundwurzeln der Sprache. Der Gedanke andie Sache selbst schwebte noch zwischen dem Han-delnden und der Handlung: der Ton mußte die Sa-che bezeichnen, so wie die Sache den Ton gab; ausden Verdis wurden also Nomina,, und Nominaaus den Verdis. Das Kind nennet das Schaaf,als Schaaf, nicht: sondern als ein blöckendes Ge-schöpf, und macht also die Interjektion zu einemVerbo, Im Stufengange der menschlichen Sinn-lichkeit wird diese Sache erklärbar, aber nicht in derLogik des höheren Geistes,
Alle alte, wilde Sprachen sind voll von diesemUrsprünge; und in einem „philosophischenW ö rterb uc h d e r M o r ge n l and er" wäre je-des Stammwort mit seiner Familie, recht gestellet