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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
58
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I. Preisschrift

Hatte ein Engel oder ein himmlischer Geist dieSprache erfunden: wie anders als daß ihr ganzerWan ein Abdruck von der Denkart dieses Geistes seynmüßte k Denn woran könnte ich ein Bild, von ei-nem Engel gemahlt, kennen, als an dem Engli-schen, Ueberirrdischen seiner Züge? Wo findet dasaber hei unsrer Sprache Statt? Bau und Grund-riß, ja selbst der erste Grundstein dieses Pallastsverrath Menschheit.

In welcher Sprache sind himmlische, geistigeBegriffe die ersten? Jene Begriffe, die auch nachder Ordnung unsers denkenden Geistes die ersten seynmüßten, die Subjecte, .noiionss eorurnunes, dieSaamenkörner unserer Erkenntnis, die Punkte, umdie sich alles wendet und alles zurück führt; sinddiese lebenden Punkte Elemente der Sprache? DieSubjecte müßten doch natürlicher Weise vor demPradicat, und die einfachsten Subjecte vor dem zu,sammengcsttzten, das, was da lhut und handelt,müßte vor dem, was es handelt, das Wesentlicheund Gewisse vor dem ungewissen Zufälligen vorhergegangen seyn; und in unfern ursprünglichen Spra-chen findet durchgängig das offenbare GegentheilStatt. Ein hörendes, aufhorchendes Geschöpf istkennbar, aber kein himmlischer Geist: denn tönen-de Verba sind die ersten Macht-Ele-mente der ältesten Sprachen. TönendeVerba? Handlungen, und noch nichts, was dahandelt? Pradicate und noch kein Subject? Derhimmlische Genius mag dieses sich fremd finden,aber nicht das sinnliche menschliche Geschöpf: dennwas rührte dies, wie wir gesehen haben, cbm in-