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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
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über den Ursprung der Sprache. Sr

gelernt; nicht aber als Worte, sondern als Zeich-chen, mit Geberden, mit Handlungen verbunden;verstünde er je ein Einziges Wort im menschlichemSinne, so diente er nicht mehr, so schaffete ersich selbst Kunst und Republik und Spräche. Mailsieht, wenn man einmal den genauen Punkt derSprachgenese verfehlt, so ist das Feld des Zrr-thums zu beiden Seiten groß: da ist die Sprachebald so übermenschlich, daß jedes Thier sie erfin-den muß, bald so übermenschlich, daß jedes Thiersie erfinden könnte, wenn es sich die Mühe nähme»Das Ziel der Wahrheit ist nur ein Punkt : auf denhingestellet, sehett wir auf alle Seiten, warum keinThier Sprache erfinden kann, kein Gon Spracheerfinden darf, und der Mensch, als Mensch, Spra-che erfinden kann und muß»

Weitet mag ich aus dev Metaphysik die Hypo-these des göttlichen Sprachenursprunges nicht ver-folgen; da psychologisch ihr Ungrund darin gezeigtist, daß, um die Sprache der Götter im Olymp znverstehen, der Mcüsch schon Vernunft , folglich schonSprache haben müsse» Noch weniger kann ich michin ein angenehmes Detail det ThierspracheN einlafisen: da sie doch alle, wie Wik gesehen, total undincoMmeNsurabel von der menschlichen Sprüche ab-stehen. Dem ich am ungernsten entsage, waren hiebdie mancherlei Aussichten, die von diesem genetischenPunkt der Sprache in der menschlichen Seele, indie weiten Felder der Logik, Aesthetik und Psycho-logie , insonderheit über die Frage gehen: wieweitkann man ohne, was muß man mit der

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