Verminst; und doch Mensch! Ein Wesen, das seineVernunft aus natürlichen Kräften nicht brauchenkonnte, und doch bepm übernatürlichen Unterrichtnatürlich brauchen lernte! Eine menschliche Sprache,die nicht menschlich war, d. i. die durch keine mensch-liche Kraft entstehen konnte; und eine Sprache, diedoch so menschlich ist daß sich ohne sie keine seinereigentlichen Kräfte äußern kann! Ein Ding, ohnedas er nicht Mensch war, und doch eia Zustand, daec Mensch war, und das Ding nicht hatte, das alsoda war, ehe es da war, sich äußern Mußte, chees sich äußern konnte u. s. w. — — Alle diese Wi-dersprüche sind offenbar, wenn Mensch, Vernunftund Sprache für das Wirkliche genommen werden,was sie sind, und das Gespenst von Worte Fähig-keit (MeNschenfähigkcit, Vernunftfähigkcit, Sprach-fähigkeit) in seiner Unbedeutung gezeigt wird.
„Aber die wilden Menschenkinder unter den Ba-ren , hatten sie Sprache? Und waren sie nicht Men-schen *) ?" Allerdings! nur zuerst Menschen ineinem widernatürlichen Zustande, Menschen in Ver-artung. Leget den Stein auf diese Pflanze; wirdsie nicht krum wachsen? und sic ist dem ungeachtetihrer Natur nach eine aufschießende Pflanze, undhat ihre geradschießende Kraft selbst da geäußert,da sie sich dem Steine krumm umschlang. Also zwey-tens selbst die Möglichkeit dieser Verartung zeigtmenschliche Natur. Eben weil der Mensch keine so
) Säßmilch. S. ä-7.