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I. Pr eis sc hr ist
kreiselt immer fort. Ohne Sprache hat der Menschkeine Vernunft, und ohne Vernunft keine Sprache.Ohne Sprache und Vernunft Hk er keines göttli-chen Unterrichts fähig; und ohne göttlichen Unter-richt hat er doch keine Vernunft und Sprache —>vo kommen wir da je hin? Wie kann der Menschdurch göttlichen Unterricht Sprache lernen, wenner keine Vernunft hat? Und er hat ja nicht denmindesten Gebrauch der Vernunft ohne Sprache. Ecsoll also Sprache haben, ehe er sie hat und habenkann; oder vernünftig werden können ohne den min-desten eignen Gebrauch der Vernunft? Um der er-sten Sylbe im göttlichen Unterricht fähig zu seyn,mußte er, wie Herr Süßmilch selbst zugibt, einMensch seyn, das ist, deutlich denken können, undbey dem ersten deutlichen Gedanken war schon Spra-che in seiner Seele da; sic war also aus eignenMitteln und nicht mechanisch, durch göttlichen Unter-richt, erfunden. Ich weiß wohl, was man bey die-sem göttlichen Unterricht meistens im Sinne hat ,nähmlich den Sprachunterricht der Aeltcrn an dieKinder; allein man besinne sich, daß das hier nichtder Fall ist. Aeltern lehren die Kinder nie Sprache,ohne daß diese nicht immer selbst mit erfänden: je-ne machen diese nur aus Unterschiede der Sachen,mittelst gewisser Wortzeichen, aufmerksam, und soersetzen sie ihnen nicht etwa, sondern erleich-tern und befördern ihnen nur den Gebrauchder Vernunft durch die Sprache. Will man solcheübernatürliche Erleichterung annchmen: so geht dasmeinen Zweck nichts an; nur alsdann hat Gottdurchaus für die Menschen keine Sprache erfun-den, sondern diese haben immer noch mit Wirkung