über den Ursprung der Sprache. 2g
licht — seine besonnen sich übende Seele sucht einMerkmahl; das Schaaf blocket, sie hat einMerkmahl gefunden: der innere Sinn wirket. Die-ses Blöcken, das ihr den stärksten Eindruck macht,das sich von allen andern Eigenschaften des Beschau-ens und Betastens los riß, hervor sprang , am tief-sten eindrang, bleibt ihr. Das Schaaf kommt wie-der. Weiß, sanft, wollicht — sie sieht, tastet, be-sinnet sich, sucht Merkmahl — es blockt, und nunerkennet sies wieder! „Du bist das Blockende!"fühlt sie innerlich, sie hat es menschlich erkannt,da sie es deutlich, das ist, mit einem Merkmahleerkannte und nannte. Dunkler; so wäre es von ihrgar nicht wahrgenommen worden, weil keine Sinn-lichkeit, kein Jnstinct zum Schaafe ihr den Man-gel des Deutlichen durch ein lebhafteres Klare er-setzte. Deutlich unmittelbar, ohne Merkmahl; so kannkein sinnliches Geschöpf außer sich empfinden, da esimmer andre Gefühle unterdrücken, gleichsam ver-nichten, und allo den Unterschied von zweyen durchein drittes erkennen muß. Mit einem Merk-mahl also; und was war dieß anders, als ein in-nerliches Merk wort? „Der Schall des„Blöckens von einer menschlichen Seele, als Kenn-zeichen des Schaafs wahrgenommen, ward, kraft„dieser Bestimmung, Nahmen des Schaafs, und„wenn ihm nie seine Zunge zu stammeln versucht„hätte." Er erkannte das Schaaf am Blöcken; cswar ein gefaßtes Zeichen, bep welchemsich die Seele einer Idee deutlich be-sann — Was ist das anders als Wort? Undwas ist die ganze menschliche Sprache, alseine Sammlung solcher Worte? Käme e^