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I. Pceisschrifc
Wo ist da bloße Fähigkeit? Wo eine abgesonderteVernunftkraft? Es ist die positive einzige Kraft derSeele, die in solcher Anlage wirket; mehr sinnlich,so weniger vernünftig; vernünftiger, so minder leb-haft; Heller, so minder dunkel. — Aber der sinn-liche Zustand des Menschen war noch menschlich,und also wirkte in ihm noch immer Besonnenheit,nur im minder merklichen Grade; und der am we-nigsten sinnliche Zustand der Thiere war noch thic-risch, also wirkte bey aller Klarheit ihrer Gedankennie die Besonnenheit eines menschlichen Begriffs.Und weiter lasset uns nicht mit Worten spielen! —
Es thut mir leid, daß ich so viele Zeit verlorenhabe, erst bloße Begriffe zu bestimmen und zu ord-nen; allein der Verlust war nöthig, da dieser Thcilder Psychologie in den neueren Zeiten so verwüstet'da liegt: da Französische Philosophen über einige
anscheinende Sonderbarkeiten in der thierischen und..menschlichen Natur, alles so über - und unter ein-ander geworfen haben, und Deutsche Philosophendie meisten Begriffe dieser Art mehr für ihr Sy-stem, und nach ihrem Sehepunctc, als darnach ord-nen , damit sie Verwirrungen im Sehepunct dergewöhnlichen Denkart vermeiden. Ich habe auchmit diesem Aufräumen der Begriffe keinen Umweggenommen, sondern wir sind mit einemmale amZiele. Nämlich: