Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

über den Ursprung der Sprache. 35

ist so ein tauber Schall, als plastische Formen, dieda formen, aber selbst keine Formen sind. Ist mitder Fähigkeit Nicht das geringste Positive zu einerTendenz da: so ist Nichts da so ist das Wortbloß Abstraktion der Schule, Der neuere Französi-sche Philosoph *), der diese reffexion sir xuissuncis,diesen Scheinbegriff so blendend gemacht, hat, wirwir sehen werden, immer nur eine Luftblase blen-dend gemacht, die er eine Zeit lang vor sich hertreibt, die ihm selbst aber unvermuthet auf seinemWege zerspringt. Und ist in der Fähigkeit nichts da;wodurch soll es denn je in die Seele kommen? Istim ersten Zustande nichts Positives von Vernunftin der Seele, wie wirds bcy Millionen der folgen-den Zustande wirklich werden? Es ist Wott-Trug,daß der Gebrauch eine Fähigkeit in Kraft, etwasbloß Mögliches in ein Wirkliches verwandeln könne:denn ist nicht schon Kraft da, so kann sie ja nichtgebraucht und angewandt werden. Au dem endlich,was ist beydes: eine abgetrcNnte Dernunftfahigkeitund Vernunstkrast in der Seele? Eines ist so un-verständlich , als das andere. Setzet den Menschenals das Wesen, das Er ist, mit dem Grade vonSinnlichkeit, und der Organisation ins Universum:von allen Seiten, durch alle Sinne strömt, dieß inEmpfindungen auf ihn los. Durch Menschliche Sin-ne? auf menschliche Weise? So wird also, Mit denThieren verglichen, dies denkende Wesen wenigerüberströmt: es hat Raum, seine Kraft freyer zu äu-ßern und dieses Verhältniß heißt Vetnunftmäßigkeit.

> Rousseau über die Ungleichheit rc,

C 2