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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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deten Gebrauch der Seelenkrafte, und durch-aus kein Positives einer Seelcnkraft selbst läugne?Und welcher Thor würde da behaupten, daß derMensch im ersten Augenblick des Lebens so denke,wie nach einer vieljährigen Nebung; es sey denn,daß man zugleich das Wachskhum aller Seelenkrafteläugnete, und sich eben damit selbst für einen Un-mündigen bekennte? So wie doch aber diesesWachsthum in der Welt nichts bedeuten kann, alseinen leichtern, starkern, v'elfachern Gebrauch;muß denn das nicht schon da seyn, was gebrauchtwerden? muß das nicht schon Keim seyn, was dawachsen soll? Und ist also nicht im Keime derganze Baum enthalten ? So wenig das Kind Klauenwie ein Greif, noch eine Löwenmähne hat: so we-nig kann es wie Greif und Löwe denken: denky

es aber menschlich, so ist Besonnenheit, das istdie Bestimmung aller seiner Kräfteauf diese Hauptrichtung schon im erstenAugenblicke dergestalt sein Loos, wie sie es imletzten seyn wird. Die Vernunft äußert sich un-ter seiner Sinnlichkeit so wirklich, daß der Allwissen-de , der diese Seele schuf, in ihrem ersten Zustan-de schon das ganze Gewebe von Handlungen desLebens sah, wie etwa der Meßkünstlcr nach gegebe-ner Classe aus einem Gliede der Progression dasganze Berhältniß derselben findet.

Aber so war doch diese Vernunft damals mehrVernunftfähigkeit (käeUsxioii sn puissancs) alswirkliche Kraft?" Die Ausnahme sagt kein Wort.Bloße, nackte Fähigkeit, die auch ohne vorliegen-des Hinderniß keine Kraft, nichts als Fähigkeit sey,