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I. Preisschrifl
zu erklären; denn ist diese nicht offenbar ganz et-was andersi Alle Thiere, fast bis auf den stum-men Fisch, tönen ihre Empfindungen; deswegenaber hat doch kein Thier, selbst nicht das vollkomsmcnste, den geringsten, eigentlichen Anfang zu ei-ner menschlichen Sprache. Man bilde und verfei-nere und organisirc dies Geschrey, wie man wol-le; wenn kein Verstand dazu kommt, diesen Tonmit Absicht zu brauchen: so sehe ich nicht, wie nachdem vorigen Naturgesetz je eine menschliche, will-kührliche Sprache werde? Kinder weinen Schalleder Empfindung, wie die Thiere; ist aber dieSprache, die sie von Menschen lernen, nicht ganzeine andere Sprache?
Der Abt Condillac*) ist in der Anzahldieser Erklärer. Entweder er hat das ganze DingSprache schon von der ersten Seite seines Buchserfunden vorausgesetzt: oder ich finde auf jeder Sei-
te Dinge, die sich gar nicht in der Ordnung einerbildenden Sprache zutragen konnten. Ec setzt, zumGrunde seiner Hypothese, „zwey Kinder in eineWüste, ehe sie den Gebrauch irgend eines Zeichenskennen." Warum er dies alles setze: „zwey Kin-der," die also umkommen, oder Thiere werden müs-sen^ „in eine Wüste," wo sich die Schwierigkeit ih-res Unterhalts und ihrer Erfindung noch vermeh-ret; „vor dem Gebrauch jedes natürlichen Zeichens,und gar vor aller Kenntnis desselben," ohne wel-che doch kein Säugling nach wenigen Wochen seiner
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*) Illsssi siir I'origine äes cormoissunces bumai-nes, Vol, II»