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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
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über den Ursprung der Sprache.

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lassen, daß sie den Grammatikern unbegreiflich seynmüßte, wenn Grammatiker häufig zu begreifen ge-wohnt waren. Bey uns sind die Vocale das Erste,gleichsam die Thürangeln der Sprache; bey jenenwerden sie nicht geschrieben warum? Weil sienicht geschrieben werden konnten. Ihre Aussprachewar so lebendig und fein organisirt, ihr Hauch warso geistig und ätherisch, daß er verduftete, undsich nicht in Buchstaben fassen ließ. Nur erst beyden Griechen wurden diese lebendigen Aspirationenin förmliche Vocale aufgefädelt, denen doch nochSpiritus u. s. w. zu Hülfe kommen mußten; dabey den Morgenländern die Rede gleichsam ganzSpiritus, ein sortgehender Hauch und Geist desMundes war, wie sie- sie auch so oft in ihren mah-lenden Gedichten benennen. Es war Othem Gottes,wehende Luft, die das Ohr aufnahm; die kodtenBuchstaben, die sie hinmahleten, waren nur derLeichnam, der lesend mit Lebensgeist beseelet werdenmußte. Was das für einen gewaltigen Einfluß aufdas Verständnis; ihrer Sprache hat, ist hier nichtder Ort zu sagen; daß dies Wehende aber den Ur-sprung ihrer Sprache verrathe, ist offenbar. WaSist unfchreibbarer, als die unartikulirten Töne derNatur? Und wenn die Sprache, je naher ihremUrsprünge, desto unarticulirter ist was folgt,als daß sie wohl nicht von einem höhern Wesenfür die vier und zwanzig Buchstaben, noch auchdiese Buchstaben gleich mit der Sprache erfundenworden, daß diese vielmehr ein weit späterer nurunvollkommener Versuch gewesen, sich einige Merk-stabe der Erinnerung zu setzen, und daß jene nichtaus Buchstaben der Grammatik Gottes, sondern