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Zur Philosophie und Geschichte Theil 2 (1820) Propyläen der Geschichte der Menschheit
Entstehung
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über den Ursprung der Sprache.

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nen Ausdruck. Das matte Ach! ist sowohl Lautder zerschmelzenden Liebe, als der sinkenden Ver-zweiflung; das feurige O! ist sowohl Ausbruchder plötzlichen Freude, als der auffahrenden Wuch,der steigenden Bewunderung, als des zuwallendenDejammerns. Allein sind denn diese Laute da, umals Interjektionen aufs Papier gemahlt zu wer-den ? Die Thrane, die in diesem trüben, erlosch»nen, nach Trost schmachtenden Auge schwimmtwie rührend ist sie im ganzen Gemahlde des Ant-litzes der Wehmuth! Nehmet sie allein, und sie istein kalter Wassertropfe; bringet sie unter das Mi-kroskop, und ich will nicht wissen, was sie daseyn mag. Dieser ermattende Hauch, der halbeSeufzer, der auf der vom Schmerz verzogenen Lip-pe so rührend stirbt sondert ihn ab von allen sei-nen lebendigen Gehülfen, und er ist ein leerer Luft-stoß. Karins mit den Tönen der Empfindung an-ders seyn? In ihrem lebendigen Zusammenhänge,im ganzen Bilde der wirkenden Natur, begleitetvon so vielen andern Erscheinungen, sind sie rüh-rend und gnugsam; aber von allen getrennet, her-ausgerisscn, ihres Lebens beraubet, freylich nichtsals Ziffern. Die Stimme der Natur wird damitein gemahlter, willkührlicher Buchstabe.-We-

nig sind dieser Sprach töne freylich;allein die empfindsame Natur, so fern sie bloß me-chanisch leidet, hat auch weniger Hauptartcn derEmpfindung, als unsre Psychologieen der Seele alsLeidenschaften anzahlcn oder andichten. Nur jedesGefühl ist in solchem Zustande, je weniger in Fä-den zertheilt, ein um so mächtiger anziehendes Banddie Töne reden nicht viel, aber stark. Ob der Kla-