nach ihrer Art verschieden. So viel Gattungen vonFühlbarkeit in unsrer Natur schlummern, so viel
auch Tonarten.-Ich merke also an, daß je
weniger die menschliche Natur mit ei-ner Thicrart verwandt: je ungleicharti-ger sie mit ihr am Nerven baue ist: de-sto weniger ist ihre Natur spräche unsverständlich. Wir verstehen als Erdenthiere dasErdcnthier besser als das Wassergcschöpf; und aufder Erde das Heerdelhier besser, als das Waldge-schöpf; und unter den Hecrdekhieren die am meisten,die uns am nächsten kommen. Nur das freilich auchbey diesen Umgang und Gewohnheit das Beste thunmüssen. Es ist natürlich, daß der Araber, der mitseinem Roß gleichem nur Ein Stück ausmacht, esmehr verstehe, als der, der zum Erstenmal ein Pferdbeschrcitet; er spricht mit ihm fast so gut, alsHektor in der Jliade mit den Seinigen sprechenkonnte. Der Araber in der Wüste, der nichts Le-bendiges um sich hat, als sein Kameel, und etwaden Flug »wirrender Vögel, kann leichter jenes Na-tur versieben, und das Gescbrey dieser zu verstehenglauben, als wir in unfern Behausungen. Der Sohndes Waldes, der Jäger, versteht die Stimme desHirsches, und der Lappländer seines Nennthieres.—Doch alles daS folgt, oder ist Ausnahme. Eigent-lich ist diese Sprache der Natur eine Völ-kcrsprache für jede Gattung unter sich,und so hat auch der Mensch die seinige.
Nun sind fteylich diese Töne sehr ein-fach; und wenn sie articulirt, und als Interjek-tionen aufs Papier hinbuchstabirt werden; sohaben die entgegengesetztesten Empfindungen fast Ei-