Won Religion,
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läßliche Gesetz, daß nur der Mensch vonwahrhaftigem Herzen, loS vom bösenGewissen, zu Gott treten dürfe, daß dieGemeine Christi eine Versammlung Geweihter sei,an der ein Gottgeweihter das Haupt ist. Die Zeitder Unwissenheit sei vorüber; jetzt gebiete Gott Je-dem Aenderung seines Sinnes, eigne Recht-schaffenheit, Wahrheit. Christus, als Formular-Sündenvergeber sei ein Gräuel der Verwüstung desChristenthums an seiner heiligsten State.
Dank den edeln Männern, die diesen durchge-henden klaren Sinn des neuen Testaments rein undmächtig entwickelten und ihm treu blieben. Siebefreieten dadurch das Christenthum von dem bitter-sten Vorwurs, der seinem falschen Nachbilde mitRecht gemacht ward , daß es, arger als das büßendeJudenthum, eine innere Heuchelei undS c e l e n v e r s ü h r u n g gründe: denn nichts ist
leichter aber auch unwürdiger als sich fremdes Ver-dienst zurechnen lassen, und um seine; Ungerechtig-keit zu decken den Rock einer fremden Gerechtigkeitergreifen. Durch keine neue Religionsphilosophie,meine Brüder, wollen wir uns wieder unter diesJoch abgelegter grober Mißverständnisse der Bibelfangen lassen.' Der Rock Christi ist ungenähet undunzerlheilbar; Räuber oder Knechte stnds, die umihn würfeln.
Denn ist wohl eine Tugend ohne die andredenkbar? Rechne ich mir eine fremde Demuth zu,um meinen Stolz zu bekleiden, oder glaube, daß