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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
410
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Von Religion,

41c,

meine Jünger seyd, so ihr euch unter einander liebet.Ein gottwürdiges Geschlecht könnet ihr auf keine Artwerden, als durch Güte ohne Ausnahme, durch eineverzeihend - überwindende Großmulh."

Und dagegen ein andrer sagt :allerdings kommta l les darauf an , nicht blos daß, sondern auchwie du Herr! Herr! sagest. Denkest du dir z. B.bei dem Wort Sohn Gottes nicht gerade dasRechte, wobei gar kein Gedanke statt findet, (weß-halb es auch ein unerforschliches Geheimniß heißet;)stellest du dir den Actus seiner ewigen Erzeugung immindesten anders vor, als ihn die Concilien be-stimmten, die bei der ewigen Erzeugung zugegenwaren; ehrest du den Saum und die Naht, die jeneVater zwischen Christus beiden Naturen überzwerch,zwar nicht sinnreich, sondern etwas grob, aber destohaltbarer zogen, ehrest du diesen Schncidcrscherz nicht;so sind Vater, Sohn und Geist dir in Ewigkeit zu-wider. Sie vergessen dir die kleinste Abweichungvon ihrer genealogisch - herausgesetzten Titulaturnie!"

Ist ei» erbärmlicher Anti-Christenthum denkbar?

Viertes Beispiel.

Niemand ist gut, sagte Christus, als der Ei-nige Gott; willst du zum Leben eingehen, so haltdie Gebote." Und warum .wies er, selbst der Aufer-standene, jede Anbetung seiner körperlichen Gestaltvon sich? Warum wählt Johannes, wenn er vomErhöheten spricht, den bildlosesten Ausdruck.Wort