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Von Religion,
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Dagegen hatte man große Scheu vor einerblos moralischen Predigt. Mit Recht, wennman feine Diskussionen moralischer Gegenstände,kasuistische Klughcitslehren u. f. darunter verstand;auch diese gehören aufs Katheder oder in den Saalder Versammlung. Predigt, wie sic einer Men-schenversammlung aus allen Elasten und Ständenallein angemessen ist, will Wahrheit und Pflicht insengste Verhaltniß des menschlichen Bewußtseyns ge-setzt , diesem innigst nahe gebracht; sonst ist sie einmoralischer Diseurs, bei dem. der größere Theilgähnend fragt: ,,warum bemühetcn wir uns hiehcr?in diese Kälte, in diese dumpfe Versammlung!"
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Man hat Neligionsvorträge oder Versammlun-gen Goltverehrungen genannt; ein schlecht-erfundener Name. Hier ist kein Götze zu verehren;und wie kann Gott von Menschen verehrt wer-den? wie wird er hier verehrt? Angebetet, sagtChristus, werde er weder auf diesem, noch aufjenem Berge, sondern im Geist und in der Wahr-heit d. i. durch die innigste Gemüthsfassung, Reli-gion. Zu dieser sich zu ermuntern, kommen Chri-sten zusammen; nicht Gott durch ihr Zusammcnseynzu verehren. Auf ihn als Gegenstand wirkt ihrWerk nicht; sondern von ihm als der Quelle allerguten Gaben holen sie Lehre, Trost, Kräfte zurReligion; d. i. zur gewissenhaftesten Anwendung aller