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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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396
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Won Religion,

kann sich fast nur in Hymnen ergicssen; der An-fang der Bibel von den Worten ,,Gott schuf Him-mel und Erde" bis zum Menschen nach dem BildeGottes gemacht, wird selbst ein Hymnus. So allePsalmen, alle auch neuere Gesänge, die die Schö-pfung feiern. Selbst Klagen, wie im Buch Hiob,die salomonischen Zweifel selbst werden zuletzt Lob»gcsang oder Regel. Die schlichteste und klarste Expo-sition der Naturgesetze kommt aus Macht, Weisheit,Güte zurück und ruft uns zu:du lebst in einer

großen Ordnung; ordne dich zu ihr." Der ächtenM e n s ch cn r el ig i o n liegt immer ein Ideal derAufopferung zum Grunde; einer Aufopferung zumWohl des Ganzen. In dunkeln Zeiten suchte mandiese auf irrigen Wegen; aber auch auf diesen wardie Regel selbst nicht unrecht, und recht verstandenwird sie wirklich ein Evangelium der Völker. Solange cs Menschen giebt, die sich aus reinen Grund-sätzen fürs Wohl ihrer Brüder hingeben, lehrend,duldend, wirksam, thätig; so lange darf die Mensch-heit nicht verzweifeln. Die Religion nähererGemeinschaft endlich kann kaum eigentlichersprechen, als sie im neuen Testament spricht, inbrüderlichen Anreden; am meisten aber durch stilleLhat, Vorbild, Uebung. So spricht Religion, undlasset der speculativen Wissenschaft ihre Wege.

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Man hat viel über Mysterien als der Re-ligion unentbehrliche Dinge gesprochen und durcheinen groben Mißverstand den biblischen Ausdruckhierüber untreu halbiret. Allerdings nennet dieSchrift lheils die Religion selbst, thcils Dies und