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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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395
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Lchrmcinungen und Gebrauchen. 396

hat einen unendlichen Weg vor sich. Der Religiondagegen liegt der Mittelpunkt ihres Kreises, diedurchschlungene Formel von Macht, Weisheit,Güte allenthalben im Kleinsten und Großesten vor;sie freuet sich jedes neuen Aufschlusses, von keinerneuen Schein-Disparate gestörct, So auch dieMenschengeschichte. Möge sie zwischen Völkern undStaaten sowohl als in jedem engeren Verhältnissedie schrecklichsten Mißbrauche der Menschcnvernunft,des Menschenrechts, der Menschennatur schildern;die Religion kümmert dies nicht. Ihrem innernBewußtst,)» treu, spricht sie:sie sind nicht wassie styn sollen; aber sie können es werden."

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Hieraus ergiebt sich der Religion natürlicherVertrag und Ausdruck. Scientisisch ist ernicht: denn sie ist keine Scienz; sie klettert nicht

erforschend auf und nieder. Noch weniger gebührtihr ein discurrirender Vortrag; sie lauft nicht hinund her; sie will weder Zeit kürzen noch amusiren.Disputiren mag sie; aber nur mit sich selbst, indemsie das reine Gold von Schlacken sondert; mit an-dern thut sie cs nicht ohne Noth. Durch Disputiren,weiß sie, ward innere Ueberzeugung selten gefördert,und mit dem großen Gegenstände des Disputs, Lehr-meinungen, lasset sie sich nicht ein. Sind sie demGegner Religion; warum sie ihm rauben?

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Was zum innersten Bewußtseyn spricht, hatfür jede Art seiner Gegenstände den der Ueberzcugungeigensten Ausdruck, Die Naturreligion z. B.