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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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394
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Z94 Bon Religion,

cs seyn kannst." Mithin hebt sich aus allen dasPrincipium des Christenthums, d. i. der reinenNarur--, Völker- und Menschenreliqion, das mitandern Worten uns sagt: „Deine Macht werde vonWeisheit, deine Weisheit von Güte geleitet! SeiMensch mit Menschen für die gestimmte Menschheitnach dem Urbilde des Vaters dieses Geschlechtes undseines in der Menschheit erschienenen Bildes, derdiese Aufopferung im höchsten Maas erwiesen. Seidies mit innigster Anhänglichkeit und Rechtschaffen-heit; so wirst du, was du seyn sollst." Ohne daßdu die Wissenschaften zur Religion zwingest, kommtjede wahre Wissenschaft auf achte Religion zurück.Nur sie dränge sich nicht an die Stelle dieserWissenschaften; sonst störet sie solche und verlieretsich selbst.

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Geqentheils will die Religion auch nicht vonden Wissenschaften bedrängt und verwirret werden.Möge z. B. die Naturkenntniß Manches aufforschen,was sie nicht sogleich unter die höchste Regel zubringen vermag; was soll das der Religion? Einstwußte man auch Tag und Nacht, Licht und Fin-sterniß noch nicht unter die Regel zu bringen, derbeide dienen, und ersann sich daher ein Principiumdes Guten und Bösen; wie kindisch wäre in derNaturwissenschaft dies doppelte Principium jetzt!und wie abgeschmackt wäre eine Philosophie, dieauf dergleichen Phänomene sogenannt-unauflöslicheNaturzwiste (Antinomiecn) gründen wollte! DieNaturwissenschaft ist bestimmt, ihren Weg zu gehen,Gesetze zu bemerken, höhere Gesetze zu finden; sie