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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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393
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Lehrmeinungen und Gebräuchen. 3g3

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Drängte sie sich z. B. in die Natu rw i ssen-schaft, um bei jedem Mückenflügcl zu theologisi-ren; in die Geschichte des Menschenge-schlechts, um bei jedem Factum Moral zu predi-gen; in die Geschichte der bürgerlichenGesellschaft, um derselben Schritt vor Schrittihren höchsten Grundsatz entgegen zu halten; soverkennte sie ihre Würde und machte sich nutzlosgemein. Drängte sie sich zum Recht der Na-tur, der Völker, der bürgerlichen Ge-sellschaft, und wollte bei jedem Misbrauch der-selben jammern; wie lästig und überlastig wäre ihrEifer!

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Ist jede dieser Wissenschaften was sie seyn soll,so geht aus ihnen allen, ihren reinsten Grundsätzennach, Religion hervor, d. i. innige moralische Ueber-zeugung. Zm Mückcnflügel z. B. wie im Lauf derWelten wird Dieselbe Formel der Macht, Weisheit,Güte sichtbar, die sich dem menschlichen Verständeund Herzen als ihr edelstes Geschenk ancignet. Inder Geschichte des Menschengeschlechts wird die Regelklar, daß es Ein Geschlecht sey und jeder Menschdem Ganzen gehöre. Die Geschichte der menschlichenund bürgerlichen Gesellschaft spricht das Gesetz aus,daß durch Vereinigung Vieler zu Einem alles Gutebewirkt werden müsse, was der Zweck unsres Ge-schlechts ist. Aus dem Natur -, Völker - und Pri-vatrecht geht die Regel hervor:Sei Mensch!

Mensch für alle, Mensch mit allen, mit denen du