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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
392
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rnüths (Ppov^lcr, xocgSca, TMLu/rcr.) auf offneAugen des Verständnisses und innerstesErkänntniß. Her; und Geist sind in ihr nichtgeschieden, sondern Eins. Mit dieser strengen Be-stimmung wird alles der Religion Fremde, Gleich-gültige, Widrige von ihr geschieden; sie wird wassie seyn soll, und eben damit kräftiger, stärker.

2 .

Sie sondert sich demnach nicht etwa nur vonunnützen Lehrmeinungen, (Spcculationen) ab, son,dem selbst von Wisssenschaft und von Po.sitionen des Rechts, so fern diese eine Wissen-schaft gründen. Alle Verwirrungen hiemit sind ihrschädlich.

3 .

Man wird z. B. bemerkt haben, daß die Grund-sätze der drei Artikel des christlichen Symbolums inandrer Rücksicht Wissenschaften gründen. Der erstez. B. veranlasset eine Naturwissenschaft undein so genanntes Naturrecht; der zweite eineGcschichtWissenschaft des menschlichen Ge-schlechts und ein sogenanntes Recht der Völ-ker; dem dritten von der Gemeinschaft Vieler inEinem Geist stehet in andrer Rücksicht eine W i s-senschaft und ein Recht bürgerlicherGesellschaft zur Seite. Alle diese Wissenschaf-ten müssen zuletzt freilich auf Religion d. i. auf eininnigstes menschliches Bewußtseyn zurückkommen;verwirret aber würden die Grenzen, wenn Religionsich in diese Wissenschaften drängte und den Gang ^des Forschenden oder des Setzenden störte.