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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
391
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Lehrmeinungen und Gebräuchen. Agr

VI.

Vom Unterschiede zwischen Religion undWissenschaft, auch Mysterien und andernmißgebrauchten Worten.

„Du hast die Religion zu sehr beschränket, wirdman sagen, indem du Religions-Wahrheit mit Re-ligionspflicht nicht nur verbindest, sondern beide zuEinem vereinest." Das mußte ich thun. Nicht nurder Begriff der Sache, sondern die Schrift selbstfordert es, und in einem Zeitalter, in welchem dasWort Religion so ausgearkcl ist, daß man beinahnur das, was nicht Religion ist, darunter verstehet,ist diese strenge Zurückführung nothwendig. Denneben jene schlaffe Homonymie hat das ehrwürdigsteWort verächtlich gemacht, so daß mancher Recht-schaffene das, wodurch er rechtschaffen ist, zu habensich schämet.

i.

Keine Wahrheit ist Religion, die nicht das in-nigste Bewußtseyn bindet, >n der nicht Ueberzcugungund Pflicht liegt. Daher dringet die Schrift so oftund immer auf Gemüth, den Geist des Ge-