überwinden. Sie überwindet den Haß mit Liebe,stärket die Schwäche, schafft das Unlautere weg,macht aus der Unart Art, aus der UnordnungOrdnung. Eben nur Unaufmerksamkeit auf sichselbst, Losgebundenheit in Grundsätzen, in Sittenund Meinungen, irrige Lüste sinds, was der Reli-gion entgegensteht, was jede innerste Gewissen-haftigkeit aufhcbt.
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Demnach ist das Christcnthum keine philoso-phische Disputirschule; eine lebendige Einrichtungwar cs zu Bildung fester Gesinnungen jedes Stan-des, jedes Verhältnisses und Charakters. Allerdingsbefahl Christus zu lehren , aber was? „seine Anord-nungen halten." Nichts ist leichter als lehren,nichts schwerer als halten; gewiß auch nicht leicht,einzurichten, daß gehalten werde, daß jedes Men-schen-Gemüth Religion belebe. Formeln und Ge-bräuche thun dies nicht, auch nicht das Hercrzählender alten oder neuen Lehre in Formeln und Dogmen.
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Alles also wird und muß vom Christenthumwie ein dürrer Herbst abfallcn, was nicht Ucb er-zeug ung, Gewissen, reine Men schen-Religion ist oder mit sich führet. Einen CultuSVergebung- und Seligkeit-bringender Formeln kennetes nicht; dem jüdischen und heidnischen Priestcrthumist sein Geist nicht nur völlig zuwider, sondern da-zu eben wards gestiftet, daß in Ewigkeit hin keineOpfcrcr und Priester, keine Zauberer und Götzen-