Lehrmeinungen und Gebräuchen. 289
dicner weder in Gebräuchen noch Wortlarven sepnso Ilten.
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Auch Lehrmeinungen sind also nicht Glaube;sie sind Wolken am Firmament, die vielgestaltigsich auf mancherlei Weise färben und in Kurzemnicht mehr sind. Es erweckt keinen großen Begriffvon einem Lehrer des Christcnthums, wenn er cs,um es liebzugewinncn, in eine dem Volk fremdeSprache, den Aierrath seines Decenniums hüllenmuß und es wie ein Marienbild zum neuen Markt-fest kleidet. Es erweckt keinen größer» Begriff voneinem Lehrer, wenn er Gegrntheils alten Lehrmei-nungen als solchen ohne Inhalt und Wesenheit nach-läuft und wie ein Gespenst des sechzehnten Jahr-hunderts in verlebten Trachten umherzieht. Werist Paulus? wer ist Apollo? Diener sind sic; Einerist Christus. Die Religion des Herzens (jeder druckesie aus wie er wolle) ist nur Eine.
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Eine gute Dogmengeschichte, wie viel kann sielehren! Wie hinter der magischen Laterne ziehen inihr Schattenbilder vorüber. Ein gutes Zeichen ists,daß auf sie jetzt so mancher unpartheiischc Fleiß ge-wandt wird. Auch Ihr werdet einst in diesemStammbuch stehen, ihr neuen Lehrmeyner, undein Kreuz bei eurem Namen.
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Dogmatik, selbst dem Begriff ihres Namensnach, ist nichts als eine Dogmengeschichte.