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Von Religion,
sagen, was kein Weiser andrer Nationen in solchemZusammenhänge sagte. Jene lebten hinter Mytho-logien , in politischen Staaten; Christus lebte ineinem Volk, das, alle Mythologie, fast alle fremdepolitische Cullur verschmähend, sich einer RegierungGottes rühmte. Dieser Begriff, im Bilde einesVaters und Kindes, eines Freundes und Bundes-genossen, in Hirlcnzeiten empfangen, in einer Fa-milie vieler Stamme reich ausgebildet und durchtausend Mißfalle geprüft, gelautert, war so rein,so umfassend! Hier also war alles zubereitet; hierschlug der Funke.
3r.
Daher auch, daß das Christenthum als wirk-liche M e n s ch en - R e ligio n sich jedem Bewußt-seyn , jeder Neigung des Herzens nicht nur empfahl,sondern anschloß. Vater, Mutter, Kinder, Ge-schwister, Freunde, Liebende sind wir alle; wirwollen und müssen cs seyn, da uns die Natur da-zu bestimmte und wir außer diesem reinmenschlichenBeruf wenig oder nichts sind. Menschen sollen wirseyn, und in achter Menschen-Gesinnung so Pflichtals Seligkeit finden; ein Reich des Himmels, d. i.ein seliges Reich kann uns nur in diesem Natur-B er uf werden. Tvdtes Gesetz, ein selbsterfunde-nes Principium ohne Situation der Anwendung,ohne Gesinnung dazu und Kräfte kann unsre Men-schen-Religion nicht seyn: denn Religion ist,was unser Herz zwingend ansprichl, unsrer Triebesich bemächtigt, Gesinnung erweckt und unser innig-stes Bewußtseyn bindet. Vater, Mutter, Freund,Kind müssen sich in ihr qls in der eigensten Sphäre