„Gott ist unser aller Vater; wir alle sind Brüder."Dieser Glaube faßt unser Geschlecht nicht als einerdichtetes, sondern als ein in der Natur gegebenesGottesgeschlecht, das zwar tief versunken,aber rettbar ist und nur durch sich selbst rettbar.Die Anlage zu seiner bessern Verfassung sei) in ihm ;Kraft Goltes um ihn; Bedürfnisse fodern: „scy,
was du seyn sollst. Willst du , daß Gott dein Vaterund Freund fey; er ists dir nur in dem Maas alsdu der Menschen Freund und Vater bist. DaSkannst du: denn du bist sein Organ, das wirkendeMobil der Schöpfung."
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Einzig kam dieser Menschcn-Religion die Spracheder Väter', jene alte heilige Sprache zustatten,die bei den Ebraern Jahrtausende lang fast nur indiesem Einen Gedanken bearbeitet war. Von An-beginn der Dinge erschien in ihr der Mensch alsAbbild Jehovahs, ein Haushalter der Erde, derSchöpfung Herr, durch den Alles, was Ihm unter-worfen ist, genießt, wirkt oder leidet. Israel, dasunwürdige Kind Gottes, erschien in ihr als seinPflegling, sein ungezogener Sohn. „Heissen nichtEure Obrigkeiten, sagt Christus, Söhne Got-tes? Lasset uns also zurückkehren vom Schein zumSeyn, von Formeln zur Wahrheit. Seyd vollkom-men , d. i. gerecht, heilig, verzeihend, milde wieEuer Vater im Himmel cs ist. Liebe überwindetAlles. Gott ist Liebe."
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Auch menschlicher Weise konnte daher ChristusHerders Werke z. Rel. u. Lheol. XII. Bb