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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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379
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Lehrmeinungen und Gebräuchen. 379

sie den Ständen der Natur war, desto leichter fandsich die Regel; desto gültiger und daurendcr war sic,da sie auf Triebe der Natur, auf Geschlechts-Elte rn - Freundes - Stammes- Bunde S-liebe und Treue gebauet war und darauf baute.Sie schwamm noch im vollen Strom.

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Als aber jene Triebe wild durch einander brau-sctcn und dann versiegten, oder wenn das tyranni-sche Gesetz sie selbst auskrocknete und mit Gewaltseitwärts zwang; da konnte das Gesetz auf sie nichtnur nicht rechnen, sondern brachte sie oft gegen sichauf. So ward, getrennt von der Naturreli-gion, dann endlich eine Religion desStaates.

15.

Und je mehr Aufopferungen diese forderte:Aufopferungen, die außer der Evidenz, dem zucrauen-dcn Gemeinglauben lagen und der Nacurreli-gion, d. i. der reinen Geschlechts - Vater - Mutter-Kindes- Familien - Freundes- Bundeslicbe Eintragthaten, desto mehr konnte sie auf Ueberkreter,Betrüger, Heuchler rechnen. Sie band die Gewissennicht mehr; sie hatte den Glauben verloren undhörte also auf, Religion zu seyn. Selbst die Eides-formel ward in ihr unkraftig; nur Galgen und Radhielten zurück und straften.

16.

Bessere Gesetzgeber suchten also jene Triebe derMenschheit nicht nur nie zu unterdrücken, nie zu