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Von Religion,
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Unglaublich weit und tief reicht dieser Work-glaube; oft erbält er ein wachsendes Ansehn vonGeschlecht zu Geschlechts. Seit Jahrhunderten kannder Geist mancher Worte verflogen seyn, aber ihreunsterblichen Schalle bleiben. Im Grabe noch richtetsich der Todte auf, wenn er sie höret.
6 .
Die Natur bildet zu dem, was uns achterMenschenglaube seyn soll, ernster. Hülfebe-dürftig kommen wir auf die Welt, aber vielfachzusammenhängend mit allen Elementen, im Kleineneine große Synthese von Kräften, Sinnen, Trie-ben. Jede dieser Kräfte will sich äußern: dazu
treiben uns Bedürfnisse, Noth und mitgeborneNeigung. Jeder Sinn entwickelt sich, aber in Ge-sellschaft mehrerer Sinne, die ihn berichtigen, be-grenzen. Triebe kommen ins Spiel; ja die frühesteUebung der Sinne und Kräfte beruhet selbst aufeinem endlosen unentwickelten Triebe. Da wird dieNatur eine scharfe Lehrerin; jeden Jrrthum einesSinnes, einer Kraft, eines Triebes zeihet sie unerbittlich,ihn früher oder später mit der Strafe seiner Artüber sein Vergehen zurechtweifend, strafend. Einlebendes, allumfassendes, physisches Gesetz ist in ihrwirksam; es heißt: Realität und für den Men-schen menschliche Wahrheit. Für diese fodertund bildet sie Glauben; was dahinter liegt,unerforschbar dem Menschen, überlässek sie der Spe-kulation. Aber in dem was vor uns ist, im Kreiseunsres Daseyns will sie Sicherheit, und erschafft