Lehrmeinungen und Gebräuchen. 373
hat kein Schall so viel geleistet, als der NameGottesgebärerin, die Unbefleckte.
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Und bei weitem sind diese Zeiten der Wortschällenoch nicht vorüber. Das Ohr des Pöbels, derabergläubigste Sinn, hangt immer noch an ihnen;die bloßen Laute „Blut, Tod, Leiden, Sterben,Gnugthuung, Sünde vergeben, Versöhnung" u. f.ohn' allen Verstand ausgesprochen, gebieten demOhr des christlichen Pöbels wie einem andern Pöbelder kategorische Imperativ gebietet, ohne daß auchEr etwas dabei denket. Niemand, der überzeugenwill, wird aus solche Lieblingsschälle bauen; viel-mehr, wo er merkt, daß man sie sinnlos hört, wirder solche vermeiden. Ja über sich selbst wird er amstrengsten wachen, daß kein dergleichen Lieblingsschallsein Tyrann, der gewohnte Busenfreund seinesdunkeln Sinnes, ein Füllwort seiner Sprache werde.— Gut ists, daß alles in der Natur wechselt; sonststürbe man vielleicht an manchen wiederkommendenmißbrauchten Wortschällcn für Ucbcrdruß und Ekel.
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Und doch trauet man es dem Heiland derWeltzu, daß einzig um auf ewige Zeit die tobte Formelzu hören: „ich glaube an Jesum" er gcthan habe,was er that. Man krauet cs dem ewigen Vaterzu, daß einer Formel wegen, weil er seinenSohn nennen höre, er Alles verzeihe und vergebe,ja einen Schatz von Verdiensten dem Formulantcnzurechne. — Schaam und Schande!