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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
371
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Lehrmeinungen und Gebräuchen. 271

V.

Vom Unterschiede zwischen Glaubenund Meynen.

Gewiß, wir haben der Religion keinen Vorlheilgebracht, daß wir Glauben mit Meynen odergar mit Dichten so leichtsinnig verwirret haben.Zwischen beiden ist nolhwendig ein Umriß zu ziehen ;ein Unterschied, auf den in der Religion Allesankommt.

1.

Isis Glauben, wenn ich eine Formel hersage,deren Sinn ich nie gefaßt, um den ich mich nie be-kümmert habe? Eher sollte man dies Unglaubennennen: denn meine Lippe spricht diese Formel, wieder Rabe ein gelerntes Wort. ,,Jch glaube," heißtsodann: „ich lasse geschehen, daß Andre mit Ucber-zeugung glauben; ich sage nach was die Kirche sagtbis auf Ungereimtheiten und Mirakel. MeineUeberzeugung, mein inneres Bewußtscyn habe ichan sie abgetreten und entsage mich dessen förmlich:das heißt, ich glaube nicht, ich darf auch nichtselbst glauben." Jsts Wunder, daß ein solcher

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