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Von Religion,
pium dieser Act um olle Auslegung, d. i. um jedesSchriftstellers eigenthümlichen, gesunden oder unge-sunden Sinn. Die Welt würde mit dieser Regelso enge nls der Gesichtskreis des Philosophen; dieSinnesarten aller Zeiten und Länder trcinsfcrirensich in seine Ideenwelt, d. i. zuweilen in seine Laune.
3r.
Die Folgen davon haben altere und neuereErfahrungen langst gezciget. Als die Rabbinen nachihrer Art den heiligen Schriften einen Sinn un-terlegten und durch die Kabbala ihren künftigenMcfsias, wie sie ihn wähnten, in Allem fanden,verloren sie nickt nur den ursprünglichen Sinn unddie gesunde Ansicht ihrer National - Schriftsteller,sondern sie entblödeten sich auch nicht, in JenerNamen das Albernste zu sagen, wie die rabbi-nische Religionsphilosophie, die Kabbala,zeiget. Man erstaunt über die Regeln ihrer Aus-lcgungskunst und kommt nicht zurück vom Erstaunen.
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Als in den Zelten der Hierarchie die Kirche sichanmaßte, den Stellen der Schrift einen Sinn unter-zuschicben, der ihrer Convenienz geziemte, wohingerieth die Auslegung? Welche ungeheure Barbarei,unwissend, geschmacklos, frech, verfolgend führtesie ein!
33.
Als die Mystik sich erkühnte, alles mystisch zudeuten, was fand sic nicht in den heiligen Schrif-ten? Man lese und erstaune.
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