Lchcmeinungen und Gebräuchen. 347
sagium; nur Unverstand kann das Fröhliche, denErfolg, hinweglassen und das Traurige, aus demjenes entsprießen sollte, behalten.
4. Ein künftiges Gedächtnißmahlsollte dies dürre, gebrochne Brod und der darauffolgende neue Bundesbecher seyn; wessen Ge-dächtnis? Natürlich ein Gedächtnis Christi inAllem, was er damals significirle. Alsoein Andenken der Begebenheit, daß er sie voraus-gesehen und sich ihr hoffnungsreich unterzogen, einAndenken Dessen, was daran hing, seines Werks,seiner Tendenz, seines Charakters. Langst undöfters hatte er seinen Tod, aber auch den fröhlichenAusgang desselben vorbedcutet; er war darauf im-mer gefaßt gewesen. (Joh. 2, 19—22. 3,14. 6, 5i.7,33.34. 8,21— 23. 10, l5. 16. 12,23— 32.i3,i.33.36.i4 —17.) Wir müßten der ganzenGeschichte Christi nicht glauben, wenn wir diesengefaßten Charakter ihres Helden, der wohlsah, daß cs Leben und Tod galt, in ihr verkennenwollten; sein ganzes Unternehmen gründete sich ebenauf dies feste, der Sache gewisse, hoffnungsreicheGemüth, das sich jetzt im entscheidenden Augenblickerprobte. Di es Gedächtnis sollte begangen ; die-ser Charakter, der Tod und Leben, Bekenntniß der
bei der Hinreichung des Bechers und Brods inde» Evangelisten. Matthäus und Markus sagensie Hebräisch; Lucas und Paulus erklären sieGriechisch. Alle aber sage» Dasselbe mit bestimm-ter Unterscheidung.