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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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340
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Von Religion,

18.

Der erste Moment der Einsetzung war einmalnicht mehr da; Christus sitzet nicht vor uns, derWerräther ihm nicht gegenüber; die Abschiedstunde,die Nacht des Schreckens ist vorüber. Mit demsel-ben Recht also, mit dem die ersten Christen dasAbendmahl als dankende Freude, (Eucharistie,)als ein Fest der Errettung aus einer geistigenGefangenschaft, oder als Communion, Ge-meinschaft der Gläubigen unter sich, (sogarmit einem Licbesmahl begleitet,) oder als Feier derGegenwart Christi unter ihnen, oderüberhaupt als Gedächtnis seines Todes lob-preisend begingen; warum sollen wirs nicht auch,jeder auf seine Weise, feiren? Ihm aufzulegen,daß ers genau nach unserm Sinn nehme und jakeine Ansicht auslasse, die Wir den Worten derStiftung untcrzuschieben gutsinden, oder daß er garausschließend nur an Einem Worte hafte, das,wenn er es nicht begreifen kann, ihm doch nichtsHilst und nichts saget, ist, (aufs gelindeste zu reden,)die unhöflichste Einladung zu einer G c-dächtniß- einer Freuden- und Liebe s-mahlzeit. Sogar im ersten dringenden Momentwählte ja Christus eine symbolische Handlung ebendeßhalb, daß sie ohne Interpreten, blos mit seinerInterpretation durch sich selbst jedem AnwesendenDas spräche, was in diesem Moment sein Herzbedurfte. *)

*) Gewiß dachten, als Jesus die Worte aussprach.„Las bin Ich, ein schon hingeopferter! aber nicht