Lehrmeinungen und Gebräuchen. 3 » 7
Menschheit an; und was Wunder, daß ihm derreine Geist der Menschheit antwortete? Da cs wederSpekulation noch politische Verfassung betrieb, son-dern zu Jedem sprach: „das sollst du als Menschseyn, in welchem Stande du auch lebest! Dasin dir ist das reine Bild deiner Menschheit;" soantwortete allenthalben im Menschen die Echo derStimme Gottes: „Das bin ich! Das soll ich wer-den!" Und da es dies nur mit einer lehrenden Bru-dcrstimme, nach dem Vorbilde seines Stifters, mehrdurch Thal als Worte sprach, so schuf sich Ge-meinschaft. Jeder cigengeschlossene Vertrag istuns lieb; wie denn nicht ein Vertrag des reinenGeistes mit reinen Geistern?
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Religion ists also, an einen guten Geist zuglauben, der über und in uns wacht und dessenStimme zu folgen heilige Pflicht ist Religionists, mit grossster Treue alles anzuwenden, womitdieser heiligste Trieb unsre Gaben belebet. Bürger-lich kann ich, wie ein Baum, auf bösen Boden ineinem feindseligen Klima gepflanzt seyn, und manchemeiner besten mir eigensten Fähigkeiten müssen un-erweckt schlafen; reiner Mensch aber muß undkann ich werden, ich stehe wo cs sey. Dazu kannes mir nie an göttlichem Anhauch mangeln.
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Ich glaube also, sagt der Christ, an ein hei-liges 7ivxu,ttt, das alle gute Menschen belebet, aneinen Beistand, der jedem auf seinein Wege fort-hilft, so wahr ich eine Charakterbestimmung der