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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
318
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3.8

Von Religion,

Menschheit selbst glaube. Fehlt keiner Pflanze derLebcnsathem, dessen sic bedarf; wie sollte er dermoralischen Pflanze des menschlichen Geschlechtsfehlen? Nur ist der Garten groß; die Gewächse sindnach Art, Witterung und Boden sehr verschieden.

2r

Ich glaube, sagt der Christ, an den Geist einerthatigen Gemeinschaft. Nicht wie Einer denkt,dürfen auch mehrere denken; aber wie Einer ge-sinnct ist und mit regsamer Kraft im Großestenund Kleinsten ohne Anmaßung handelt, dieser Geist,gehl wie ein unsichtbares Medium , Herzen - undSeelen verbindend in andre über. Ohne daß sie cswissen, nehmen sie an der Physiognomie unsresGeistes Theil. So bildete sich ein Freundes-,ein Familien-, ein National-, ein Vaterlandsgeist;so muß sich der reine moralische Geist fortbilden.

22 .

Es giebt also eine G e i stes g e m e i n s ch a ft.Ihr, die klagt, daß es keine gebe, sehet zu, ob anEuch selbst nicht die Schuld sey? Ist kein leben-diger Kreis um dich, dein Heus, deine Familie,dein Kreis von Geschäften? Wohlan! Jede reinwir-kende Gemüthsart, leuchtet, erquickt; sie sucht undschafft Gemeinschaft.

23 .

Im großen Geist der Allverbindung glaubt alsodas Symbolum eine Gemeinschaft aller Heili-gen und Guten. Diese ist kein Sittenstaat:denn so wenig es auf äußere Sitten allein hier