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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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315
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Lehr Meinungen und Gebräuchen. 3i5

federt (denn dadurch erwacht kein Trieb ) oder ober-flächliche Gesinnungen vorschreibt, sondern dadurch,daß es die edelste Anlage der Menschheit, den Trieballer Triebe, Liebe, eine jedes Böse mitGutem überwindende Liebe weckt und läu-tert. Liebe erhält die Welt; an Geschlechts-, anVater-, Mutier-, Kindes-, Freundes-, Vater-landes -, Schwester - und Bruderliebe sind in dermenschlichen Gesellschaft alle Pflichten des Lebensgebunden; von ihnen gehen alle edle Bestrebungenaus. Hiezu hat die Natur vorbereitet: hiezu

schlafen in der Menschheit die regsten Triebe. DerSchöpfer hat diese erschaffen; du darfst weder sienoch ihren Zweck erkünsteln. Geist der Schöpfungists, der sie im Menschen sein Leben hindurch wecktund läutert.

14.

Schon hiedurch wird Gemeinschaft. KeinTrieb ist in der Natur allein; er wird von einemReiz geweckt; er strebet nach Etwas. Kein Triebbleibt auch allein; er findet ihm gleichgestimmteoder entgegengesetzte, harmonische oder disharmoni-sche Triebe. Da er immer etwas zu überwindenoder zu erreichen hat, so kommt er mit andern odergegen andre in eine Schule der Uebung. Sobindet, so knüpft sich die geistige, wie die körper-liche Welt; bei blos avtonomische» Gesetzen regtesich nichts; alles stünde isolirt aus einander.

r5.

Jeden Kräfte - erweckenden , Triebe - belebendenAnhauch nennet die Schrift Geist Gottes; er