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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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314
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von diesen folgern wollte, daß nirgendwo andersreiner Trieb im Menschen sey; der verzweifelteim engen Lazarett) voll Kerkersiebcr, daß auf denBergen freie Luft, Athem Gottes, wehe. Freilichist auch diese keine künstlich abgezogne, dephlogisirteLuft, (denn die könnten wir nicht aihmen;) dochaber für Menschen ein erquickender Balsam.

i r.

Der Glaube sagt also:ich traue auf einen

göttlichen Anhauch, eine Unterstützung meiner mora-lischen Kräfte," wie ich der reinen Luft, die michumwehet, wie ich Allem, was die Natur Stärken-des, Nährendes, Erquickendes hat, traue und glaube.Der Weltkreis ist voll Geistes desHerren; der Herze nläuterer ist allent-halben. (Weish. r, 3 7 .) Wo irgend alsolautere Weisheit sprach, wo ein reiner Trieb han-delte, überwand, litt und ausführte, da webteGeist Gottes, da'war (nach dem ebräischenAusdruck) der Anhauch des Allbelebendcn mächtig.

12 .

Geist spricht zum Geist; das Kriterium derWahrheit hat jedermann in sich. Weder die Ein-bildung giebt cs, noch die Spekulation; im Gemülh,im innersten Bewußtseyn wohnt die Summe allerWahrheit, aller Treue und Liebe, Geist Gottes,(tt/rov 7ivru/la.)

i3.

Diesen reinen Trieb erweckt das Christenthum;nicht aber dadurch, daß cs Tugenden als ein Gesetz