von diesen folgern wollte, daß nirgendwo andersreiner Trieb im Menschen sey; der verzweifelteim engen Lazarett) voll Kerkersiebcr, daß auf denBergen freie Luft, Athem Gottes, wehe. Freilichist auch diese keine künstlich abgezogne, dephlogisirteLuft, (denn die könnten wir nicht aihmen;) dochaber für Menschen ein erquickender Balsam.
i r.
Der Glaube sagt also: „ich traue auf einen
göttlichen Anhauch, eine Unterstützung meiner mora-lischen Kräfte," wie ich der reinen Luft, die michumwehet, wie ich Allem, was die Natur Stärken-des, Nährendes, Erquickendes hat, traue und glaube.Der Weltkreis ist voll Geistes desHerren; der Herze nläuterer ist allent-halben. (Weish. r, 3— 7 .) Wo irgend alsolautere Weisheit sprach, wo ein reiner Trieb han-delte, überwand, litt und ausführte, da webteGeist Gottes, da'war (nach dem ebräischenAusdruck) der Anhauch des Allbelebendcn mächtig.
12 .
Geist spricht zum Geist; das Kriterium derWahrheit hat jedermann in sich. Weder die Ein-bildung giebt cs, noch die Spekulation; im Gemülh,im innersten Bewußtseyn wohnt die Summe allerWahrheit, aller Treue und Liebe, Geist Gottes,(tt/rov 7ivru/la.)
i3.
Diesen reinen Trieb erweckt das Christenthum;nicht aber dadurch, daß cs Tugenden als ein Gesetz