Lehrmeinungen und Gebräuchen. 3i3
zu gesckweigen, siehe die Mutter an in ihrer alleBeschwerden und Gefahr überwindenden Mutterliebe.Sie leidet, thul, handelt, ohne daß ihr Jene un-aufgezogene Uhr, die ohne Gewichte sich selbst trei-ben soll , nur einfällt. Siehe den Vater, den Mann,den thätigen Freund, den Retter seines Vaterlan-des, den Helden in jedem Geschäft. Sein Werkruft, seine Pflicht treibt ihn; sie ist ihm Lohn undErquickung. Er lächelt im Tode.
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Leben, Leben treibt dich zu dem, was duthun sollst und scyn mußt; selbst deine Speculationwird dadurch geleitet. Glücklich, wenn du der Men-schen Thun und Treiben, verflochten in ihren Kampf,mitfühlend kennen lerntest und dabei dein Gewissenrettetest, deine Vernunft erprobtest! Nur so umfingdich der Geist der Menschheit; im Grübelnerschien dir kaum sein Jdolum.
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Uebcr alle Dichtung hinaus giebt cs eine schwacheund leidende, aber auch eine gesunde und starkeMenschheit. Reine Triebe, eine himmlische Einfaltder Seele erscheint oft, wo man sie nicht suchte,oft wo sie verachtet und verschmäht wird. Schwäche,Unlauterkeit, eine Verkehrtheit aller Triebe zeigt sicham meisten in den vorzüglich beglückten, geschmei-chelten , glänzenden Stellen und Functionen der Ge-sellschaft , so wie denn auch in dem durch sie ver-anlaßeten andern Extrem, dem Knechtssinn, dergepreßten Dürftigkeit, der rohen Verzweiflung. Wer