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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
312
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Bon Religion,

sten Gebrauch deiner Glieder. Den Unterricht hattestdu dir nicht geschaffen; ein Ocean von Ideen, Ge-wohnheiten, Handlungsweisen nahm Dich auf; undin Dir war Etwas, dies Alles aufzunehmen, diranzueignen und eS als Eigenthum zu gebrauchen.Geist empfing vom Geiste.

6 .

Triebe erwachten in dir; dein ganzes Lebenwird durch Triebe geleitet. Ein elendes Geschöpf,dem, von Allem isolirt, Spekulation sein Daseynwäre, so daß es keine Welt kennte, als die, durchseine Speculation geworden, mit ihr aufhörte. EinTraumgcschöpf außer Raum und Zeit. Noch elen-der aber wäre ein andres Scheinwesen, das unbe-kannt allen Trieben, sich ein Gesetz ausklügelnmüßte, durch welches es etwa einen Trieb erlan-gen möchte. Dies wäre der pcrsonisicirte Stolz inder tiefsten Ohnmacht.

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Dem Triebe wohnt innere Macht ein; jaer wird nur durch diese. Ungeduldig sie anzuwen-den, strebt er zu Einem ihm fast unbekannten Ziel;und im zusammengeordneten Reich der Natur, derMutter aller Triebe, erreicht ers wirklich. So reizenHunger und Durst ohne Theorie der Verdauung unddes darauf erfolgenden Wohlseyn, auch ohne Don-Nezio's gebietenden Stab:Du sollst essen, da-mit du allen vernünftigen Essern ein Vorbild derbefolgten Eßpflicht ohne gehabte Eßlust werdest."

8 .

Des Triebes, der die ganze Natur zusammcnhält,

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