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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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Von Religion,

26.

Jene Religion nämlich, die uns der Nokur zufolgen gebot, ließ uns auf halbem Wege stehen:denn was glaubten leidenschaftlich-starke oder schwacheMenschen nicht, das ihnen die Natur wo nicht ge-biete, so doch erlaube? Sic sahen Beispiele davonin der Schöpfung; oder wenn sie solche nicht sahen,meinten sie, daß was kein Thier thue, dem Men-schen vergönnt sei, und schweiften zur größestenUnnatur gegen sich und ihres Gleichen über. Ge-setzgeber traten dazwischen, und straften; die Stimmeder Weisen lehrte, warnte, zeigte dem Men-schen das Anständige, das Edle, Schöne undGute im reizenden Licht; die Sorge der Erziehungmachte es einzelnen Menschen, oft ganzen Familienrühmlich eigen. Wer aber von diesen Grundsätzenund Uebungen ausgeschlossen blieb, war gerade dergrößeste, der wirksamste Theil der Menschen. Undauch in den Besten ward die Form des rein Mensch-lichen, Edlen und Schönen so oft von Leidenschaf-ten erdrückt, von Nationalvorurtheilcn verengt undgckrümmet.

27.

Da trat der Mann auf, der den Menschen reinüber das Thier hob und was Gesetzgeber , Eltern,was alle Weise und Gute gelebrt, gewünscht, geübthatten, in eine über allen Nationalismus erhöheteMenschen- und Völkerreligion brachte.Der Grundsatz, für den er gelebt und gestorbenwar: