Lehrmeinungen und Gebräuchen. 3 ar
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Gleichcrgestalt stellt sie das Werk Christi nichtanders als eine Anstalt zur wirklichen thatigcn Ret-tung der Menschen von Jrrkhum, Unwissenheit,Lastern, Aberglauben und Cerimonicn dar. WerChristum durch irgend eine Vorstellungsweise zumSünden - Nährer und Diener mache, frevle gegenihn vcrlaugncnd. Nachdem durch Ihn der Tag an-gebrochen, sei die Nacht der Schatten, böser Unord-nungen und Gewohnheit vorüber. (Rom. 6, i3.11—24. 1 Joh. 3 . u. f.) Wie? und durch Ihnsollte eben die schändlichste Mummerei gestiftet seyn,die in Gott alle Wahrheit, im Menschen alles Heilaufhebt? Die ganze Erlösung der Welt ginge aufden Bcichtpfennig hinaus, auf eine Weicht- undAbsolutionsformcl?
25 .
Religion ist eine Sache des Gewissens, derWahrheit. Wer schämt sich nicht vor sich selbst,wenn er mit der Quasisatisfaction vor Gott tritt,und sich als einen Heuchler und Formulanten fühlet?Die reinste Religion des Herzens hat Jesus gestif-tet; die reinste, folglich auch die bestimmteste, ganzund gar Wahrheit.
bedeute, unter welchen Liebe, Güte, Großmulhmitbegriffen ist, sie stehet ihnen feindlich nichtentgegen. Auch die Gerechtigkeit Gottes istkeine gerichtliche Mummerei, sondern Liebe undWahrhe i t.
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