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Bon Religion
Aufopferung Christi! Aus Liebe, spricht sie, nichtaus Haß oder um einen Gerichtsbetrug zu spielen,sandte Gott der Welt diesen Christus, daß durchihn dem Verlornen Heil und Leben werde. Dergrößesten Liebe Erweis sei darin- erschienen, daßGott diese Veranstaltung getroffen und gleichsamden ersten Schritt gethan habe zur Wiedervereini-gung mit dem entarteten Geschlecht, zur Rettungdes Verlornen. (Joh. 3 , 16.17. Rom. 5 , 8—11.2 Cor. 5 , 18 — 20 ) Von Christo preiset sie alseine beispiellose Großmuth, daß er nicht nur lebens-lang für eine undankbare Nation im Wohlthununermüdet gewesen, sondern auch, da diese ihn aufdie schmählichste Weise hingeopfert, *) mit destogrößerer Güte das gcsammte Menschengeschlecht um-fasset und eine Religion des Heils für alle Völkerangcordnet habe. (Rom. 5 , 7. Ebr. 12, 2.) DieHeiligkeit Gottes nennet sic von andern Eigenschaf-ten nicht: sondern prcdicirt die ganze Begebenheitals eine Fülle von geäußerter Liebe, Menschenhuldund Erbarmen. **)
*) Seitdem das Kreuz ein Symbol der Anbetungworden ist, spielt man gern andächtig mit demKreuzestode. Was, der Sache selbst nach, dieserTod, die schmählichste Sklavenstrafe, war, davonmag man läps. äs srnss lesen. In den Lebcns-umständen Christi war es kein Spiel, das einepersonisicirte Idee spielte.
") Jeder Sprachkundige weiß, daß das Prädicat vonGott , das wir Heiligkeit übersetzen,
die Summe s e i n e r N 0 l lk 0 m m e nhei ten