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Lehr Meinungen und Gebrauchen. 299
mcynet, „daß, als die perfonisicirte Gerechtig-keit vor den alten Gott-Vater getreten und Blut„eines Unschuldigen gefordert, er zwar wider Willen„seinen Sohn habe aufopfcrn müssen, sogleich„aber Wechselschreiber bestellt, die auf ewig und„immer allen Sündern und Sünderinnen, (vorzüg-lich aber den Reichen und Vornehmen,) Justisika-„tionsschcinc, Erlaßbriefe, Gerechtigkeit, Trost und„Heil durch Zurechnung ausfertigen. Zugleich„habe ec eine fortdaurende Zunft bestellt, diese„Wechsel fernerhin anzuwcisen. Dadurch dann sei„der sauren Gerechtigkeit vom alten Vater ein„Streich gespielt, indem sie Eines Theils conkract-„maßig habe zufrieden feyn müssen, Andern Theils„sich als die grausamste Ungerechtigkeit selbst beschimpft„habe. Dem Menschengeschlecht sei hiemit zwar„auch kein Vortheil geschehen: denn cs bekomme
„kein wirkliches sondern lauter z »gerechnetes„Heil; desto freudiger aber habe der Vater seinen„Sohn wieder erhalten. In der Stille habe er„ihn aufgeweckt, (wogegen die saure Gerechtig-keit und die spröde Heiligkeit nichts einwen-„den mögen) und lasse ihn jetzt in alle Ewigkeit„hin die falschen Assignationen der Sünder und„Sünderinnen, vorzüglich der Neichen und Vor-nehmen, acceptiren." — Freche Lehr Meinung,die unter neuen Beschönigungen wieder Platz zugreifen Lust hat. Finde sie diesen Platz! aber nurum den stolzen Namen „Philosophie der Re-ligion" als eine falsche Wort-Wechselbude aufimmer zu bezeichnen.
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Wie anders spricht die Schrift von der edlen