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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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Von Religion,

delmarkt alter Phrasen, die (so erzählte man) einstgroße Wunder gewirkt hatten und jetzt leider nichtmehr wirkten!

2r.

Zurück also vom elenden Wahn, als ob her-gebetete Lehrmeinungen und Formeln Religion seyn,zu des Christenthums Wahrheit. Wer anChristumglaubt, wird selig, sagt ihr; das heißt, auchden Worten nach, nichts anders als:wer seine

Religion anerkennet, seinen Charakter ausdrückt,und in seinem Geist sein Werk treibt, der hat Heilund bringt Heil; er hat und giebt Leben." Undwie im Einzelnen so im Ganzen. Das Wohl desMenschengeschlechts ist auf die Regel des Christen-thums gegründet: denn (strenges Kriterium!) das

Wohl des Ganzen lebt im Einzelnen, des Einzelnenim Ganzen; Ein und dasselbe Gesetz ists, das Allezu Einem vereinigt. Wie die Kreislinie mit allem,was sie in sich halt, auf Einmal gedacht werdenkann: so das Christenthum in allen seinen Tendenzen.Der diese Regel für sein ganzes Geschlecht fest stellte,verdienet er nicht den Namen, den er erwies, desGottgeliebten, des Heilbringers derMenschheit, des Erstgebornen eines Gott-geliebten neuen Geschlechtes?

22.

Das gcößeste Unheil hatte er seinem Geschlechtgebracht, wenn an seinem Kreuz jener göttliche Ge-richtshof oder vielmehr jene Wechselbudc errichtetworden wäre, die einzig nur von der frechstenLehrmcinung hat errichtet werden mögen. Sie