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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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Von Religion,

Verkündigung als eine Erfüllung ihrer alten Wünsche;sie traten mit Hoffnungen eines baldigen Messias-reiches zu ihr, und mehrere Apostel waren selbstin diesem frommen Wahn. Das Laubwerk desWahnes vcrdorrete; indeß die darunter erzogeneFrucht reifte. Das Mittel selbst war Zweck gewe-sen : denn die neue Bildung, zur Ge-

meinschaft würdiger Gesinnungen war erweckt, be-fördert. In Uebung der Regel des ChristenlhumSgenossen die Hoffenden seine Frucht, (ucorr^rcev)und pflanzten sie weiter. Das Heil der Welt wardihnen nicht etwa in einer verlebten Prozcßfabel zu-gerechnet, sondern durch Einführung reiner Ge-sinnungen und einer christlichen Lebensweise mit-get heilet. Das Christenthum war Kraft,Wahrheit.

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Niemand sagt dies offener als Paulus.DieHülle des Christenthums sei den Juden ein Aergerniß,den Griechen eine Thorheit, (wie es auch nicht an-ders seyn konnte;) denen, die auf den Kern dran-gen , sei es Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung,Rettung: denn sie würden dadurch wirklich gerettet,weise, selig. Seine Regel hatte die Frucht desGeistes, Menschen güte und Menschense-ligkeit in sich: Liebe, Freude, Friede, Geduld,Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmuth,Keuschheit. (Gal. 5 , 34.)" Als Kinder Gottes,als Heilige, Geliebte redet er seine Gemeinenan; Aufmunterung sind diese Namen, nicht falscheLobpreisung. Wer es nicht war, sollte cs werden:denn diese Denkart sei des Christenthums Regel.