LehrMeinungen und Gebräuchen. 283
ein solches! dem Menschen in seiner Sphäre sosicher und angemessen als dem Thier in der seinigensein Zug, sein Jnstinct. Es weckt die Vernunftauf; es spornt und warnet. Gesellend sich zu jedemTriebe zeiget cs jeder Pflicht ihren Weg und ruft:„nicht weiter!" Wer mit ihm zankt und disputiret,wer es verschraubt und verwirret, der hat in kur-zem das Richtmaas seiner innersten Angelegenheitwie ein Knabe zerschnitzelt und verderbet. Nur dastreue unbefangene Gemülh genießet sein als einessanften aber genauen Führers, indem es sich anseinen leisesten Wink gewöhnet. Nur dies Gemüthhat Religion, weil cs an eine Goltesordnungin der Natur, an eine väterlich-moralische Nomo-kratie im Menschengeschlecht glaubet.
t8.
Was sollen nun Lehrmeinungcn bei diesem ein-fachen Gemüthsglauben? Er will nicht durch sie ge-stört seyn: denn er will nicht meinen. Wollensie ihm anvertraucn, daß, was man Gott nennt,der speculirendcn Vernunft ein substanzloses Idealsep? ,,Du selbst substanzloses Ideal! antwortet er,kann dir ein Wesen anders als in deiner Sphäre,mithin als Begriff erscheinen? Gewiß sind wirMenschen aber nicht blos, nicht ganz reine Ver-
Die Stellen der Alten über die Macht undWürde des Gewissens sind selbst mit Nachdruckund Religion gesagt, überzeugt und herzlich,Lonsoientianr L Oiis iininortulidns gooepi-inu?, Huas äivelli » nodis non poiest. u. f