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Von Religion,
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Dem Gemüth des Menschen indeß gnüget dosWort Notur nicht, weil cs ihm zu viel und zuwenig saget. Die Notur ist thätig und leidend,Mutter und Kind; die Erschaffen» und dos Ge-schaffene. Die Regel also, noch der sie wirktund leidet, nach der olles Werdende wird, ist undnicht mehr ist, dos Gesetz, dos olle Mochte inihr zusommenhält, in einonder schlingt, und jededurch die ondre beschränket; woher ist diese Regel?Antwortest du: „die Natur ist sich selbst Gesetz,"so hast du dem Gemüth nichts erkläret. Denn dawir die Notur nur in einzelnen Dingen wohrneh-mcn und selbst einzelne Dinge sind; woher kommtdiesen, woher kommt uns diese ongebornc Art undRegel? Personisicirest du die Notur; so steht einungeheures ober ein verschleiertes Bild vor mir,vhn' Umfang, Anfang und Ende. Dem beschränk-ten Verstände also, der Umrisse sucht, weil er selbstbeschränkt ist, bleibt bei dem Wortbilde Notur,die Ordnung der Dinge unerkläret. *)
8.
„Vielleicht ober, daß der Zufall Ordnunghcrvorbrachte? daß noch tausend Umwälzungen, in
*) Meistens personisiciren wir die Natur als Mut-ter, die alma nrater rarnnr; diese Personifica-tion ist keine Sünde. Das höchste Wesen ist we-der der, noch die, noch das; am grammati-schen Artikel liegts nicht. Nennen wir nicht Gottauch die höchste Realität, das Wesen derWesen?
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