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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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275
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L e h rm cin u n g en und Gebräuchen. 276

Einrichtungen der Natur, die man Organisa-tion nennet, (und was wäre nicht organisirl?)bemerket; nach seinen Begriffen (andre hat er nicht!)werden ihm allenthalben im Reich der Macht undAnordnung, beide Macht und Anordnungin der innigsten Verbindung so andringendsichtbar, daß er das Kleinste wie das Größcste nichtanders als ein ihm sichtbargewordenes Productvon Macht und Weisheit (wessen auch dieWeisheit sey) nnsehcn muß; eine lebendigeFormel unsichtbarer Gedanken undKräfte, wessen diese auch seyn mögen.

6.

Und wessen wären sie, diese Gedanken und Kräfte ?Der Natur? Natur ist cin schöner Name, Aus-druck alles dessen, was in seiner eigentlichen Artda ist; zuletzt Inbegriff aller Naturen, mithin allerOrdnung und Kräfte. Der wissenschaftliche Forscherthut wohl, wenn er bei dem Wort bleibet undallenthalben nur Natur, d. i. Kräfte, Ordnung,den Lauf und die Regel der Dinge aufsucht, ohneihnen dort und da willkürlich - kleinfügige Absichtenunkcrzuschieben. Denn mit diesen zerrisse er ja dieNatur, bliebe stehen auf halbem Wege, oder ge-riethe auf eigensinnig-krumme Pfade. *)

*) Es ist sehr anmaßend von der Lehrmeinung gehan-delt, wenn sie das Wort Narur, Natura-list u. f. als Ketzerei verschreiet; ohne sie wärekein Menschengeschlecht, mithin auch keine Men-schenreligion auf Erden.

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